Posteraktion mit Bürgermeisterin Karoline Linnert gestartet

Gemeinsam mit Finanzsenatorin Karoline Linnert gab Jonas Daldrup von der Organisation denkhausbremen den Startschuss für eine Posteraktion zum Thema Papiersparen in Bremen. Die Botschaft auf den Plakaten, mit denen ab sofort in Bremer Behörden für den sparsamen Umgang mit Papier geworben wird, lautet: „Wir sollten das Papiermonster nicht weiter füttern!“

Gemeinsam können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung in Bremen viel erreichen: Wenn jeder Beschäftigte täglich nur 1 Blatt Papier weniger nutzt, können schon über 700.000 Liter Wasser und über 100.000 kWh Energie gespart werden. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz! Deshalb motivieren die Plakate dazu, Dokumente beidseitig auszudrucken oder Fehlkopien als Notizpapier ein zweites Leben zu schenken.

Projektleiter und Initiator der Aktion Jonas Daldrup von denkhausbremen freut sich über die breite Unterstützung: “Mit der Senatorin für Finanzen, dem Senator für Umwelt, Immobilien Bremen, Universität und Hochschule Bremen haben wir starke Partner an Bord. Damit erreichen wir die Menschen der öffentlichen Verwaltung in der Breite. Papiersparen ist Klimaschutz, ganz praktisch vor Ort, hier in Bremen.”

Über 500 Plakate, von denen ein gefräßiges Papiermonster herablächelt, werden in den kommenden Tagen an den Druckern von etwa 50 Bremer Behörden aufgehängt. Im Vorfeld der Aktion gab Senatorin Linnert dem Projekt ein Grußwort mit auf den Weg: “Mir liegt sehr am Herzen, dass wir in der öffentlichen Verwaltung möglichst nachhaltig wirtschaften und unsere natürlichen Ressourcen schonen. Deshalb spielt das Thema Papiersparen für mich eine wichtige Rolle. Wir wollen den Druck auf wertvolle Ökosysteme vermindern.”

Bei der Umstellung auf Recyclingpapier ist die Bremer Verwaltung schon sehr erfolgreich. Die Quote für Recyclingpapier liegt bereits bei über 90%. “Beim Recyclingpapier haben wir viel erreicht für eine nachhaltige Beschaffung. Noch wichtiger ist es aber, Papier zu sparen”, so Karoline Linnert weiter. Aktuell werden in der öffentlichen Verwaltung Bremens (inkl. Schulen und Hausdruckereien) etwa 110 Mio. DIN A4-Blätter Papier verbraucht.

Jonas Daldrup sieht Bremen beim Thema Papiersparen in der Rolle als Vorreiter: “Viele Kommunen nutzen inzwischen nur noch Recyclingpapier. Den Papierverbrauch insgesamt zu senken, ist nun der logische nächste Schritt. Bremen geht da voran. An den hier entwickelten Postern haben bereits Papierspar-Initiativen aus anderen Städten ihr Interesse signalisiert.”

Das Papiersparmonster finden Sie hier als PDF.

Christian Weber: Papierverbrauch im Bremer Parlament minimieren

Die Bremische Bürgerschaft ist motiviert, beim Papiersparen voranzugehen. Im Gespräch erläutert Parlamentspräsident Christian Weber, dass ökologische Gründe dabei ebenso eine Rolle spielen wie finanzielle Erwägungen. Dass nicht benötigte Papierdokumente gleich im Papierkorb landen, könne nicht Sinn der Sache sein. Weber sieht die Bürgerschaft in einer Vorbildrolle: Auch Unternehmen könnten beim Papiersparen mitmachen, jede Bürgerin und jeder Bürger einen persönlichen Beitrag für die Umwelt leisten.

Papierlose Verwaltung – Die Stadt Gouda macht es vor

Eine papierlose Verwaltung ist möglich. Im neuen Rathaus der niederländischen Stadt Gouda bearbeiten die Mitarbeiter Bürgeranfragen jeder Art – und das ohne Papier. Der gesamte Papierbestand dort wurde digitalisiert, jeder Mitarbeiter durfte nicht mehr als einen laufenden Meter alter Akten behalten. Heute werden alle Sitzungen mit Tablet Computern bestritten, statt Aktenordner zu tragen sind alle nötigen Dokumente elektronisch abrufbar. Nicht zuletzt wird im Rathaus von Gouda durch papierloses Arbeiten viel teurer Büroraum eingespart.

Auch Bremen ist bereits mit konkreten Schritten auf dem Weg, Papier zu sparen: Die Bremische Bürgerschaft möchte in Zukunft digital arbeiten und den Druck von Unterlagen auf Papier noch in diesem Jahr einstellen. Die Bremische Verwaltung setzt ebenso immer stärker auf digitale Arbeitsabläufe und führt nach und nach Systeme zur elektronischen Aktenführung ein. Das macht vieles leichter und effizienter – nicht zuletzt spart es wertvolle Ressourcen und schont die Wälder.

Jan Saffe: Papiersparen ohne Verzicht

Papier ist auch in der politischen Arbeit allgegenwärtig. Mit dem Bremer Abgeordneten der Grünen, Jan Saffe, sprach denkhausbremen über seine persönlichen Erfahrungen aus der Bremischen Bürgerschaft, den Genuss, gedruckte Texte zu lesen, und über die Nachteile eines verschwenderischen Umgangs mit Papier. In vielen Bereichen sieht er Möglichkeiten zum Papiersparen, ohne groß Verzicht üben zu müssen.

denkhausbremen: Herr Saffe, wenn Sie an Papier denken, was kommt Ihnen dabei in den Sinn?

Jan Saffe: Papier ist eine wunderbare Sache. Man kann es etwa nutzen, um Briefe und Postkarten zu schreiben, man kann Dinge darin einwickeln. Papier hat viele positive Seiten. Andererseits empfinde ich die Papiermenge mittlerweile als Übermaß. Da es sehr billig herzustellen ist, wird es sehr großzügig verwendet, ja regelrecht vergeudet. So viele Bäume, Energie, Wasser – jede Menge Ressourcen werden verbraucht für irgendwelchen Blödsinn. Häufig nicht einmal Recyclingpapier, sondern Frischfasern mit noch größeren Umweltfolgen. Da ließe sich im digitalen Zeitalter schon eine ganze Menge reduzieren.

 Wieviel Papier haben Sie denn als Abgeordneter der Bürgerschaft täglich in den Händen?

Wenn ich mir anschaue, welche Papierberge an Unterlagen wir für unsere Ausschüsse, Deputationen und Fraktionssitzungen bekommen – da kommen für jede Sitzung leicht 10 cm hohe Stapel zusammen. Natürlich hat Papier den Vorteil, dass ich mit dem Kugelschreiber Notizen machen kann. Das finde ich gut, es ist greifbar. Aber das meiste Papier brauchen wir nach der Sitzung nie mehr, das geht direkt ins Altpapier!

Ich würde sagen, 70 bis 80 Prozent der Unterlagen braucht der einzelne Abgeordnete nicht, das Papier können wir uns gut sparen. Außerdem bekommen wir alles auch digital zugeschickt, es muss also nicht nochmal für jeden ausgedruckt und verteilt werden. Das meiste ist zwar mittlerweile Recyclingpapier, aber auch das könnten wir uns eigentlich zu großen Teilen schenken.

 Immerhin geht die Bürgerschaft nun voran und stellt die Dokumente in Zukunft nur noch digital zur Verfügung. So können bis zu 1,6 Millionen Blatt Papier im Jahr gespart werden. Was könnte die öffentliche Hand darüber hinaus tun, um Papier zu sparen?

Die Initiative für eine papierfreie Bürgerschaft finde ich gut. Die Dokumente kommen digital direkt auf mein Tablet. Bei Bedarf drucke ich mir dann einzelne Sachen aus, um sie intensiver zu bearbeiten und Notizen zu machen – ich bin eigentlich nicht gerade der „digitale Typ“.

Ein anderer Bereich sind die Deputationen, deren Sitzungen von den jeweiligen Senatsressorts mit Unterlagen versorgt werden. Da kommt auch unheimlich viel zusammen. In der Umweltdeputation werden z. B. Bebauungspläne für jedes Mitglied, den Senator, die Staatsräte usw. ausgedruckt. Der jeweilige Sprecher zu einem Thema schaut sich das genauer an, die Pläne werden kurz diskutiert und beschlossen – und ab in den Papierkorb. Auch da ließe sich mit digitalen Verfahren noch sehr viel Papier sparen.

Dazu bekommen wir als Abgeordnete jede Menge Zeugs in Papierform zugeschickt – Sie haben das ja in Ihrer Sammlung aus den Postfächern gesehen. Zeitschriften und Prospekte von irgendwelchen Unternehmen, zu Themen, für die ich gar nicht zuständig bin – und die ich nicht einmal aufschlage. 83 Abgeordnete werden so mit Werbung in Papierform zugeworfen, teilweise noch in Plastik verpackt!

Sie sind in der Grünenfraktion Sprecher für Verbraucherschutz. Haben Sie Ideen, was der einzelne Verbraucher tun kann, um unnötigen Papiermüll zu vermeiden und so die Umwelt zu entlasten? Könnte die Politik sie dabei zu unterstützen?

Naja, es ist einfach schön, Dinge auf Papier zu lesen. Ich möchte niemandem vorschreiben, dass er seine Zeitung nun auf dem E-Reader lesen soll. Ich persönlich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, ein E-Book zu lesen. Aber es gibt sicherlich Bereiche, in denen sich ohne großen Verzicht Papier sparen ließe.

Beim Papierverbrauch durch ‚Coffee to go‘-Becher finde ich es sinnvoll zu schauen, ob es nicht gute Alternativen zum Papierbecher gibt. Bremen hat sich vor einigen Monaten vorgenommen, ein Mehrwegsystem einzuführen. Darauf bin ich sehr gespannt.

Ein Problem ist auch der enorme Papiermüll durch Werbung in privaten Haushalten. Verbraucher können das vermeiden, indem sie Aufkleber am Briefkasten anbringen: „Bitte keine Werbung“.

Es ist doch erstaunlich, dass ungefragte Werbung per Telefon oder eMail inzwischen verboten ist, die umweltbelastende Werbung in Papierform aber nach wie vor alltäglich ist. Ließe sich das nicht umdrehen: Werbung im Briefkasten ist nur noch erlaubt, wenn ein Aufkleber „Werbung bitte einwerfen“ zu sehen ist?

Das ist ein interessanter Gedanke. Immerhin würde den Menschen nicht die Möglichkeit genommen, sich mit Werbung zu informieren, wenn sie das möchten. Vom Weserreport gibt es bereits solche Sticker für den Briefkasten: „Weserreport – ja bitte“.

Bremer Politiker engagieren sich für Papiersparen

Gemeinsam mit Denkhaus Bremen starteten vier Bürgerschaftsabgeordnete einen Versuch: Vier Wochen lang haben sie alle Werbung und weitere ungefragte Post gesammelt, die täglich ihre Briefkästen in der Bürgerschaft füllt. Das Ergebnis ist bemerkenswert: In einem Monat sammelten sich 17 kg Papier an, auf den Landtag hochgerechnet sind das über 4 t Papiermüll im Jahr.

„Die Papiermenge ist schon erschreckend“, bewertet Jonas Daldrup vom Projekt „Bremen spart Papier“ die Zahlen. „In einem Jahr häuft sich da ein DIN A4-Stapel an, der annähernd so hoch ist wie der Bremer Dom! Papier, das für die Tonne produziert wird“, so Daldrup. Denn der allergrößte Teil dieser Zeitschriften und Prospekte lande ungesehen im Papierkorb.

„Papiersparen ist ein wichtiges Anliegen“, findet auch Jens Crueger von der Bremer SPD. „Als Parlament gehen wir voran und arbeiten künftig weitgehend papierlos, mit digitalen Dokumenten. Auch das Papier für die unerwünschte Werbung in unseren Postfächern ließe sich getrost sparen.“

Die Aktion macht auf ein Thema aufmerksam, das auch Privathaushalte betrifft. Täglich landet massenweise Papier in Form von Prospekten und Werbesendungen in den Briefkästen. „Während Werbung per eMail ohne ausdrückliche Einwilligung inzwischen weitgehend verboten ist, werden für ungefragte Werbung in Papierform weiter Wälder gerodet und das Klima belastet“, ärgert sich Jonas Daldrup.

Die Herstellung von Papier hat gravierende Folgen für die Umwelt. Jeder fünfte gefällte Baum weltweit wird zu Papier verarbeitet. Beim Energieverbrauch liegt die Papierindustrie in Deutschland nach der Metall- und Chemieindustrie an dritter Stelle.

Mehrwegbecher statt Papiermüll!

Im Anschluss an den Internationalen Tag des Waldes fordert Denkhaus Bremen gemeinsam mit über 140 weiteren Umweltverbänden wie Greenpeace, WWF und Robin Wood eine Verringerung des Papierverbrauchs durch Wegwerfbecher. Als internationales Environmental Paper Network (EPN) hatten die Organisationen für Mittwoch, 22. März zu einem weltweiten Aktionstag gegen Wegwerfbecher aufgerufen. Mit den Aktionen soll auf die negativen Folgen für Mensch und Umwelt hingewiesen werden, die mit der Herstellung der Becher verbunden sind. Zugleich wird demonstriert, dass es längst nachhaltige Alternativen gibt.

Anlässlich des Aktionstages fordert Denkhaus Bremen die Einführung eines Mehrwegsystems für Trinkbecher auch in Bremen. In vielen Städten gebe es bereits Projekte, die den Coffee to go im Pfandbecher anbieten. „Städte wie Berlin, Freiburg oder Tübingen zeigen einen Weg auf, den Kaffee unterwegs ressourcenschonender zu genießen. Durch weniger Papiermüll sparen wir Chemikalien und Wasser ein, schonen die Wälder und das Klima. So ein System für Mehrwegbecher wäre auch für Bremen wünschenswert“, sagt Jonas Daldrup. Für Denkhaus Bremen betreut er das Projekt „Bremen spart Papier“, mit dem Initiativen zum Papiersparen in Bremen gefördert werden sollen. Er findet: „Ein solcher Schritt wäre ein tolles Signal für die Zukunftsfähigkeit dieser Stadt.“

Auch aus der Bremer Politik gibt es bereits positive Stimmen. Maike Schaefer, die Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin der Bremer Grünen, sprach sich gegenüber Denkhaus Bremen für einen sparsameren Umgang mit Papier beim Coffee to go aus.

Weltweit werden nach Angaben des EPN jährlich über 58 Mrd. Wegwerfbecher für ein Getränk gebraucht und dann weggeschmissen. Zu ihrer Herstellung werden über 1 Mio. Tonnen Papier benötigt, also etwa 32 Mio. gefällte Bäume, 100 Mrd. Liter Wasser und der Ausstoß von soviel Treibhausgasen wie durch eine halbe Million Autos.

Mandy Haggith: „Unsere Gesellschaften gehen verschwenderisch mit Papier um.“

Denkhaus Bremen ist im internationalen NGO-Verbund Environmental Paper Network aktiv. Ein Statement von Mandy Haggith, der Sprecherin des Netzwerks, zum Thema Papier:

„Unsere Gesellschaft geht verschwenderisch mit Papier um – dabei haben Produktion und Entsorgung massive negative Folgen für die Menschen, die Wälder und das Klima. Weltweit werden täglich mehr als 1 Mio. Tonnen Papier verbraucht, das meiste davon in kurzlebigen Produkten von geringem Wert, wie Verpackungen, Werbesendungen, Einwegbecher und ungelesene Zeitschriften. Während Druckerzeugnisse wie Zeitungen in Europa und Amerika zurückgehen, überwiegt der zeitgleiche Anstieg von Verpackungen und Hygieneartikeln in der Ressourcenbilanz.

Der fortschreitende Ausbau der Zellstoffproduktion erhöht den Druck auf die Wälder, einschließlich der letzten verbliebenden intakten Waldlandschaften. Die Papierherstellung verbraucht riesige Mengen an Wasser und Chemikalien und ist eine der wesentlichen Ursachen für Umweltverschmutzung, die sogar mehr Treibhausgase ausstößt als der globale Flugverkehr. Nicht zuletzt hat es negative soziale Folgen, wenn Zellstoff-Konzerne die Land- und Gemeinschaftsrechte der lokalen Bevölkerungen in Ländern wie Indonesien, Mosambik, Chile, Russland und Brasilien missbrauchen.“

Mehr zum Environmental Paper Network: www.environmentalpaper.eu

Denkhaus Bremen macht gemeinsam mit Bremer Politikern den Praxistest

Im Rahmen seines Projektes „Bremen spart Papier“ hat Denkhaus Bremen Kontakt mit Politikern der Fraktionen in der Bürgerschaft aufgenommen. Ziel der Gespräche ist es, gemeinsam über Möglichkeiten zum Papiersparen in der politischen Arbeit nachzudenken. In Zusammenarbeit mit vier der Abgeordneten geht das Projekt aktuell der Frage nach: Wie hoch ist der Papierverbrauch durch Werbesendungen und andere ungefragte Post, die in den Briefkästen der Abgeordneten landet – für die parlamentarische Arbeit aber nicht gebraucht wird und daher meist direkt in Papierkorb wandert? Die Ergebnisse dieser Erhebung werden in Kürze vorgestellt.

Das Thema Papier hat in Bremen Konjunktur. Die Bremische Bürgerschaft bereitet derzeit die Einführung eines digitalen Dokumentensystems vor, um so Papier zu sparen. Bislang werden alle Papiere für Plenarsitzungen und Ausschüsse in gedruckter Form an die Abgeordneten und Mitarbeiter verteilt. In Zukunft sollen die Unterlagen für die Parlamentsarbeit dann digital verfügbar sein – noch für dieses Jahr ist die Umstellung geplant. Im neuen System sind gewünschte Dokumente für alle Abgeordneten flexibel abrufbar und erleichtern so die politische Arbeit.

Vor allem aber kann damit der Bremer Papierverbrauch gesenkt werden. Auf Nachfragen von Denkhaus Bremen schätzte die Bürgerschaftskanzlei das Einsparpotenzial durch das neue digitale System auf bis zu 1,6 Mio. Blatt Papier pro Jahr. In den einzelnen Ressorts des Senats seien zudem weitere Einsparungen möglich, wenn auch dort Sitzungsunterlagen für die Deputationen künftig digital bereitgestellt werden.

Das ist eine gute Nachricht. Denn nachdem der Papierverbrauch in der öffentlichen Hand Bremens in den Jahren zuvor stetig gesunken war, gab es zuletzt wieder eine Zunahme auf knapp 59 Mio. Blatt Papier im Jahr 2015. Auch der (immer noch recht hohe) Anteil von Recyclingpapier war in der letzten Erhebung zum Papieratlas von 95 % auf 92 % gesunken. Weil Papier sowohl im Einkauf als auch in Druck, Transport und Lagerung hohe Kosten verursacht und eine erhebliche Umweltbelastung mit sich bringt, ist die Initiative der Bremischen Bürgerschaft aus Sicht von Denkhaus Bremen begrüßenswert. Sie kann dazu beitragen, Bremen ein Stück zukunftsfähiger zu machen – mit weniger Papierverbrauch.